Bootstrap Themes

18.3.26: Lesung in der Ratsbücherei

Mi.. 18.03.26 18.30 Uhr Ratsbücherei Lüneburg

Literarische Gesellschaft Lüneburg e.V. und Deutsch-Estnische Gesellschaft Lüneburg e.V.

Rein Raud liest aus neuen Romanen, Cornelius Hasselblatt die von ihm übersetzte deutschen Fassungen.

Moderation: Heiko Frese

Wir laden ein zu einem Gespräch (mit Lesung) mit dem estnischen Autor Rein Raud, ehem. Rektor der Universtität Tallinn, Japanologe und heute einer der renommiertesten Schriftsteller Estlands (Jg. 1961), und seinem Übersetzer Cornelius Hasselblatt, Finnougrist und freiberuflicher Übersetzer estnischer Literatur (Jg. 1960), der kürzlich Rauds Romane Der Tod des vollendeten Satzes (2025) und Pestzug (2026) ins Deutsche übertragen hat.

Der erste Roman führt uns in die Zeit der Singenden Revolution vor über 35 Jahren, als Estland auf dem Weg zurück in die Unabhängigkeit war und die Sowjetmacht mit letzter Kraft dies zu verhindern versuchte. Im Viereck von Tallinn, Stockholm, Helsinki und Leningrad agieren verschiedene Gruppen mit verschiedenen Interessen so konspirativ, dass dabei unweigerlich etwas auf der Strecke bleibt: Der vollendete Satz.

Der zweite Roman enthält zwei Zeitebenen, die durch die Hauptperson Jakob und einige andere Personen verbunden werden. Jakob ist 1911 Mitglied eines Sanitärkommandos, das im fernen Osten des Zarenreichs an der Grenze zu China die Folgen der dort grassierenden Pest zu beseitigen hat. Die jungen Männer müssen schwierige Entscheidungen treffen, die ihr Leben weitgehend prägen werden. 22 Jahre später treffen sich zwei von ihnen auf verschiedenen Seiten des Systems und auch einer politischen Grenze wieder, als Jakob im Gefängnis von Tallinn für die gesundheitliche Versorgung der Häftlinge verantwortlich ist. Einer der Häftlinge ist ein aus Russland eingeschleuster Kommunist, der 1911 Jakobs Kollege war. Nun, 1933 beschäftigen sie Fragen von Schuld, Loyalitäten und politischen Überzeugungen. Und letztlich spielt, wie im richtigen Leben, auch die Liebe eine zentrale Rolle – in beiden Romanen.

Der Rezensent Marko Martin hob 2025 im DLF Kultur in seiner Besprechung von Der Tod des vollendeten Satzes  besonders die lakonische Sprache und poetische Schönheit des Romans hervor und wies auf die große Aktualität des Themas hin. ABSATZ KANN ZUR NOT WEG, WENN ZU LANG

Das Gespräch zwischen Autor und Übersetzer wird Heiko Frese moderieren.

Eintritt: frei – Spenden sind willkommen

Kartenvorbestellungen  per E-Mail an: mail@ligelue.de

© Deutsch-Estnische Gesellschaft zu Lüneburg